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Mit neuem Namen, zu neuem Glanz - Auszeichnung „FIFA Ballon d'Or 2010”
Nachrichten - Sport
Geschrieben von: Laindrain   
Dienstag, den 11. Januar 2011 um 07:00 Uhr

Bis auf den Namen scheint sich nicht viel geändert zu haben, bei der Vergabe der begehrtesten Auszeichnung durch die FIFA. Der „FIFA Ballon d'Or 2010” wurde erstmals unter diesem Namen vergeben. Die Auszeichnung geht aus der Zusammenlegung des „FIFA Weltfussballer des Jahres” und „Ballon d'Or” der Fachzeitschrift „France Football” hervor. In Zürich fand am vergangenen Montag die Gala rund um diese Auszeichnung statt. Mit Messis erneuter Wahl zum besten Fussballer der Welt, hat wohl nicht jeder gerechnet, allen voran José Mourinho, der ebenfalls in der Kategorie der männlichen Trainer für seine erfolgreiche Arbeit im vergangenen Jahr ausgezeichnet wurde, war seine Verwunderung in den anschließenden Kommentaren anzumerken. Und selbst für Messi war es eine Überraschung, schließlich gelang ihm mit der argentinischen Nationalmannschaft nicht der große Erfolg, und mit seinen beiden „Konkurrenten” gingen Weltmeister in die Wahl.

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„Ich freue mich sehr, aber das habe ich wirklich nicht erwartet. Vorher war immer von Xavi und Andrés die Rede.”, erklärte Messi im Anschluss in einem Interview für „FIFA”. Und weiter: „Ich widme sie allen meinen Mannschaftskameraden, die mir geholfen haben, sie zu bekommen. Außerdem meiner Familie und allen, die mich mögen.”. Mourinho schien unterdessen über die Wahl Messis ein wenig enttäuscht - für seine Verhältnisse sogar fast aufgebracht: „Ich glaube, dies ist nicht der richtige Augenblick, um Kommentare dazu abzugeben oder etwas zu kritisieren.” In der Fotogalerie der Gala, auf FIFA.com, existiert sogar ein Bild, auf dem Mourinho dem Argentinier einen recht argwöhnischen Blick zuwirft.

„Letztendlich muss man allen Respekt zollen. Schade ist es nur für Wesley Sneijder, der es meiner Meinung nach verdient gehabt hätte, hier zu sein. Schade auch für Cristiano [Ronaldo], denn aufgrund seiner Qualitäten als Spieler und seiner Leistungen auf dem Platz hätte er sicher zu den Kandidaten gehören sollen. Auch für Xavi tut es mir leid, denn ich kenne ihn schon von klein auf. Aber Messi ist ein fantastischer Spieler, und wenn ein fantastischer Spieler einen solchen Preis gewinnt, dann können wir ihm nur gratulieren. Und das tue ich hiermit”, gab Mourinho im Interview zu Messis Auszeichnung zu Protokoll. Auf die Frage, was Mourinho in seiner Karriere noch tun wolle, gab er erneut offen zu verstehen: „Ich würde sehr gern noch die Nationalmannschaft meines Landes trainieren. Ich möchte nicht als Vereinstrainer nach Portugal zurückkehren, sondern meine Karriere bei den besten Teams und in den besten Ligen der Welt fortsetzen, wo das Leistungs- und Qualitätslimit am höchsten ist. Aber ich träume immer noch davon, eines Tages die Nationalmannschaft zu trainieren.”

Bei den Frauen war es die brasilianische Ausnahme-Spielerin Marta, die zum fünften Mal in Folge die Auszeichnung gewann. Das gab es bisher noch nie, so gab Marta nach der Verleihung zur Antwort: „Das bedeutet sehr viel, besonders für uns, denn für Frauen ist es schwieriger. Die Männer verdienen viel Geld, haben viele Klubs zur Auswahl. Wir hingegen arbeiten hart, wissen aber oft nicht genau, was nächstes Jahr sein wird - ob es eine Mannschaft geben wird, oder überhaupt eine Liga. Daher ist es eine Ehre, die mich stolz macht. Diese Trophäe gehört nicht nur mir, sie ist dem Frauenfussball gewidmet.” Zur besten Trainerin des verganenen Jahres wurde Silvia Neid gewählt.

 

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